VW erhöht die Spannung

VW erhöht die Spannung

Mit seinem ersten eigenständigen Stromer-Modell steigt Volkswagen nun mit Vollgas in den Elektroautomarkt ein. Der ID.3 gilt als Wolfsburger Kampfansage an etablierte Hersteller wie Tesla, Renault oder Nissan. Und das Potenzial, für neue Spannung in der Branche zu sorgen, hat der freundlich dreinschauende Wagen allemal.

Die so genannte First Edition des ID.3 kann man bereits bestellen, wer früh dran ist, darf sich im September über sein neues Elektroauto freuen. Kostenpunkt: 41.690 Euro. Wer jetzt schluckt, der sei beruhigt: den ID.3 gibt’s auch deutlich günstiger, nämlich ab circa 30.000 Euro – aber erst nächstes Jahr, wenn das Basismodell vorfährt. Je nach Akkukapazität staffeln sich die Preise. Zum Einstieg bekommt man 45 kWh oder umgerechnet rund 300 Kilometer Reichweite (nach WLTP). Darüber gibt’s noch 58 kWh (ab 35.000 Euro, 426 km Reichweite) und 77 kWh (ab 46.640 Euro, 549 km). Die goldene Mitte mit 58 kWh und 204 PS starkem Elektromotor wird noch im August bestellbar sein und ab Dezember ausgeliefert, die Topversion kann man voraussichtlich ab Jahresende ordern.

Tiefer Schwerpunkt, Heckantrieb, 204 PS: Wer denkt da an ein Elektroauto?

Wie sieht’s mit dem Laden aus? Nun, da ist der Kleine ganz schön flott: In nur 30 Minuten tankt der ID.3 rund 290 km Reichweite nach (bei 100 kW Ladeleistung). Die Schnellladefunktion ist serienmäßig an Bord. Auf den Akku gewährt VW acht Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie (für mindestens 70 % der Ursprungskapazität). Die Hochvolt-Batterie liegt übrigens im Fahrzeugboden und sorgt so für einen tiefen Schwerpunkt und agiles Handling. Angetrieben werden die Hinterräder.

Das Cockpit ist übersichtlich und aufgeräumt, die Bedienung sehr intuitiv.

Innen bietet der ID.3, der mit 4,26 Meter in etwa so lang ist wie ein Golf, überraschend viel Platz – dank kurzer Überhänge und langem Radstand. Das Cockpit wirkt sehr aufgeräumt, die Bedienung läuft größtenteils über das Multifunktionslenkrad, den zentralen 10-Zoll-Touchscreen oder die intelligente Sprachsteuerung „Hallo ID.“. Zwei Hochleistungsrechner bündeln viele Funktionen, die Software ist hochflexibel ausgelegt wie auf einem Server. Das macht es einfach, Updates und künftig auch Funktions-Upgrades einfach über das Mobilfunknetz ins Auto einzuspielen. Die Services von We Connect verbinden das Auto mit dem Smartphone des Besitzers, ermöglichen die Steuerung von Laden und Klimatisierung, liefern Verkehrsinformationen und zeigen Live-Daten zu den Ladestationen auf der Karte an. Clever!

Der ID.3 ist bereits bestellbar, im September startet die Auslieferung.

Je nach Ausstattungslevel bietet der ID.3 ein Augmented Reality Head-up-Display, das wichtige Informationen scheinbar dreidimensional auf die Windschutzscheibe projiziert. Der Travel Assist wiederum regelt den Abstand zum Vorausfahrenden und hält das Auto in der Spur. Ganz generell ist Fahren im ID.3 nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sehr sicher: Ein starker umlaufender Rahmen aus Aluminium-Strangpressprofilen schützt das Batteriesystem bei einem Crash vor Beschädigungen, bei einem schwereren Unfall wird es automatisch stromlos geschaltet. Ein gutes Gefühl!

Fazit: Der ID.3 dürfte den heimischen Elektroautomarkt gehörig durcheinander wirbeln. Uns Konsumenten kann das nur freuen!

Fotoquelle: Volkswagen

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