Teilen ist das neue Besitzen

Teilen ist das neue Besitzen

Die Einstellung zum Automobil hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. War das eigene Fahrzeug früher der Traum eines jeden Heranwachsenden, so legt die Generation der urbanen Millennials heute keinen so großen Wert mehr darauf, selbst ein Auto zu besitzen – was angesichts hoher Erhaltungskosten und knapper Parkplätze auch nicht wirklich verwundert.

Auto teilen statt Auto besitzen - die Prioritäten haben sich spürbar verschoben.

Doch nicht nur die Kosten, auch ein neues Umwelt- und Klimabewusstsein hat diesen Trend begünstigt. Die meisten von uns nutzen ihren fahrbaren Untersatz maximal ein, zwei Stunden am Tag, der Rest ist Standzeit. Mit einem erhöhten Nutzungsgrad ließen sich also unzählige Autos einsparen, was zwar die Hersteller nicht freut, Mutter Natur aber sehr wohl. Simple Schlussfolgerung: Wir brauchen nur dann ein Auto, wenn wir es wirklich brauchen. Und genau da setzen Carsharing-Modelle an: Ich schnapp mir ein freies Vehikel, nutze es, stell´s wieder ab und der nächste kann einsteigen. Solche Modelle funktionieren in vielen Städten der Welt bereits sehr gut – und die volle Wirkung entfaltet das Konzept dann, wenn Elektroautos geteilt werden.

Rund 8000 vollelektrische Renault Zoe sind europaweit im Carsharing-Einsatz - zum Beispiel hier in Paris.

Ein Hersteller, der sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet hat, ist Renault. Rund 8000 Stück des kompakten Stromers Zoe sind laut Angaben der Franzosen europaweit im E-Carsharing-Einsatz: in Metropolen wie Madrid, Paris, Stockholm, Brüssel, aber auch in Österreich. Hierzulande setzen etwa die ÖBB auf E-Carsharing, um den Bahnkunden eine saubere Lösung für die letzte Meile vom Bahnhof bis zum Wunschort anbieten zu können. Renault möchte in Österreich künftig noch stärker mit Carsharern zusammenarbeiten.

Erfolgreiche Carsharing-Modelle punkten mit unkomplizierter Nutzung, meist über eine kostenlose Handy-App.

Wie das aussehen könnte, kann man seit Kurzem in Paris beobachten. Vor wenigen Tagen fiel in der 2,2-Millionen-Einwohner-Stadt der Startschuss für den Einsatz von 500 elektrischen Zoe im Rahmen des E-Carsharingdienstes Zity. Die Fahrzeuge können 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche gemietet werden. Reservierung, Übernahme und Rückgabe des Fahrzeugs erfolgen über eine kostenlose App. Das Preismodell funktioniert ohne Abo oder zeitliche Einschränkungen wie Mindesthaltedauer oder maximale Mietzeiten. Zum Start gibt es einen attraktiven Einführungspreis von 0,29 Euro/Minute. Die Tarife für die erweiterte Nutzung liegen bei 35 Euro für 24 Stunden, 55 Euro für 48 Stunden und 65 Euro für 72 Stunden Mietdauer. Ein Modell, dass wohl auch hierzulande Anklang finden würde…

Fotoquelle: Renault

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