So fesch kann ein Stromer sein

So fesch kann ein Stromer sein

Es ist noch gar nicht so lang her, da waren Elektroautos auf den ersten Blick als solche zu erkennen. Und das ist jetzt nicht unbedingt als Kompliment gemeint. Ihre Optik war meist – nun ja, sagen wir speziell. Das lag oftmals daran, dass ein Stromer als eigenständiges Modell von Grund auf neu entwickelt wurde. Und die komplett andere Architektur – enormer Platzbedarf für die Akkus, dafür deutlich kleinere Motor-Getriebe-Einheit – sorgte dafür, dass er mitunter etwas aus der Form geriet. Was neben Preis und bescheidener Reichweite wohl auch ein Grund dafür war, dass sich die Nachfrage in Grenzen hielt.

Mittlerweile haben die Hersteller dieses Problem weitgehend im Griff. Was ist passiert? Nun, anders als früher sind viele aktuelle Elektroautos Derivate von konventionellen (Verbrenner-)Modellen. Das macht etwa Volkswagen so (E-Golf, e-up!), aber auch Hyundai (Kona), Kia (e-Soul) oder Renault (elektrischer Twingo Z.E. kommt). Damit stellt sich die Designfrage nicht mehr, die Stromer reihen sich recht unauffällig in die Palette ein. Und sie gefallen!

Schon vor dem Marktstart wurde der Volvo XC40 Recharge für sein gefälliges Design prämiert.

Auch Volvo ist nunmehr auf diesen Zug aufgesprungen. Noch im heurigen Herbst soll mit dem XC40 Recharge der erste vollelektrische Schwede auf den Markt kommen. Und auch hier gilt: Der Wagen kann sich durchaus sehen lassen. Er ist sogar so fesch, dass er noch vor seinem offiziellen Marktstart den „Red Dot“-Award einheimsen konnte, einen der weltweit renommiertesten Designpreise. Von seinem konventionellen Bruder ist der Elektro-Volvo kaum zu unterscheiden. Am ehesten noch am geschlossenen Kühlergrill, der erahnen lässt, dass unter dieser Haube kein Verbrenner werkt.

Der Leistung und dem Fahrspaß tut diese Tatsache aber keinen Abbruch, wie ein Blick auf die technischen Daten zeigt: Zwei Elektromotoren, einer vorne, einer hinten, stemmen zusammen 408 PS und 660 Nm Drehmoment, den Sprint auf 100 absolviert der Wagen in 4,9 Sekunden. Schneidig! Was noch? Vollelektrischer Allradantrieb und mehr als 400 km Reichweite nach WLTP. Und ist der Akku leer, so kann er laut den Schweden an einer Schnellladestation in 40 Minuten wieder zu 80 Prozent gefüllt werden.

Ein Elektromotor vorn, einer hinten: In Summe ergibt das schneidige 408 PS!

„Recharge“ ist das Label, das künftig alle Elektroautos von Volvo tragen werden – und davon soll es zahlreiche geben. Nämlich zumindest jährlich ein Neues in den nächsten fünf Jahren. Nun, wenn die alle so gutaussehend sind wie der XC40, dann sind das ja traumhafte Aussichten. Ach ja: Über den Preis des XC40 Recharge ist noch nichts bekannt. Wer Volvo kennt, der ahnt, dass der Wagen wohl kein Schnäppchen wird. Naja – ist ja immerhin Premium!

Fotoquelle: Volvo

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