Meister der Vielseitigkeit

Meister der Vielseitigkeit

Während Verbrennermodelle für gewöhnlich mit mehreren verschiedenen Motorleistungen, Getriebevarianten und oftmals sogar Antriebsoptionen daherkommen, gilt bei Elektroautos bislang mit wenigen Ausnahmen die Devise „Einer für alle“. Sprich: Dem Kunden wird ein vorkonfiguriertes Einheitsmodell vor die Nase gesetzt, frei nach dem Motto „Friss oder stirb“.

Doch halt: Skoda macht jetzt Schluss mit dieser Philosophie. Klar, Skoda, möchte man fast sagen – wer sonst als die simply cleveren Tschechen sollte die einfache, aber geniale Idee haben, dem Kunden auch beim Stromer die Wahl zu lassen, welches Modell am besten zu seinen individuellen Bedürfnissen passt? Zu den Fakten: Enyaq iV ist der etwas sperrige Name des vollelektrischen Kompakt-SUV, der ab Jahresende produziert wird und voraussichtlich Anfang 2021 in die Händler-Schauräume rollen soll. Und dieser Tscheche ist echt vielseitig: Drei Batteriegrößen, fünf Leistungsstufen und zwei Antriebsvarianten werden angeboten. „Neben der Einstiegsversion für Familien, mit viel Platz und Funktion, über den Vielfahrer mit Fokus auf maximaler Fahrstrecke bis hin zum sportlich orientierten Kunden, der auch bei einem elektrischen SUV maximale Performance erwartet“, skizziert Christian Strube, Skoda-Vorstand für Technische Entwicklung, die Palette.

Der Skoda Enyaq iV bietet eine für Elektroautos ungewohnte Modellvielfalt.

Was alle Varianten eint, ist die hohe Praxistauglichkeit. Konzeptionsbedingt bietet der 4,65 Meter lange Skoda Enyaq iV andere Möglichkeiten bei der Raumaufteilung und damit noch mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Das Kofferraumvolumen beträgt 585 Liter, die niedrig angesetzte Ladekante ermöglicht ein müheloses Beladen. In den Einstiegsvarianten treibt ein Heckmotor die Hinterräder an, bei den leistungsstärkeren Versionen ist vorne ein zweiter Elektromotor verbaut. In der stärksten Variante zieht der Wagen bei Bedarf eine Anhängelast von bis zu 1.200 Kilo.

Basismodell ist der Enyaq iV 50, seine Lithium-Ionen-Batterie verfügt über einen Energiegehalt von 55 kWh, der Elektromotor im Heck leistet 109 kW (148 PS) und die maximale Reichweite beträgt bis zu 340 Kilometer. Beim 132 kW (180 PS) starken Enyaq iV 60 mit einem 62-kWh-Akku reicht der Strom für bis zu 390 Kilometer. Über die größte Reichweite von bis zu 500 Kilometern im WLTP-Zyklus verfügt der heckgetriebene Enyaq iV 80 mit 150 kW (204 PS). Seine Batterie mit 82 kWh ist auch in den zwei Versionen mit einem zweiten Elektromotor und Allradantrieb verbaut, die als 80X und RS 195 kW (265 PS) bzw. 225 kW (306 PS) leisten. Das Top-Modell erreicht die 100 km/h-Marke aus dem Stand in nur 6,2 Sekunden, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Die maximale Reichweite beider Allradversionen beträgt bis zu 460 Kilometer.

Der Elektro-SUV aus Tschechien bietet viel Platz für Passagiere und Gepäck.

Auch beim Laden hat der Enyaq-Besitzer die Wahl: Neben der haushaltsüblichen 230V-Steckdose lässt sich das Fahrzeug auch bequem an Wallboxen mit bis zu 11 kW aufladen. Je nach Batteriegröße dauert der Ladevorgang sechs bis acht Stunden. Als dritte Option kann man an Schnellladesäulen mit Gleichstrom und bis zu 125 kW Ladeleistung anstecken. Hier lädt die Batterie im Idealfall innerhalb von nur 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent.

Spannend bleibt indes, wie der Enyaq ohne die bunt gescheckte Tarnlackierung auf unseren Fotos dann tatsächlich aussehen wird – und wieviel er kostet. Beides lässt Skoda vorerst noch offen…

Noch fährt der Enyaq iV in Tarnlackierung vor - man darf gespannt sein...

Fotoquelle: Skoda

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