Im Schatten des Cybertrucks

Im Schatten des Cybertrucks

Das Model Y von Tesla (vorgesehener Produktionsstart Anfang 2021) ist seit dem 21. November 2019 etwas in Vergessenheit geraten. Grund dafür ist die polarisierende Vorstellung des Cybertrucks gewesen. Doch während es fraglich ist, ob dieses Space-Vehikel wirklich in der vorgestellten Form auf den Markt kommen wird, kann man sich doch ziemlich sicher sein, dass es zumindest das Model Y in erwarteter Form auf den Markt schaffen wird.

Auf der Basis des Model 3 kommt der Y als Mittelklasse-SUV um die Ecke und ist dadurch wesentlich geräumiger als der kleinste im Tesla-Bunde, verhältnismäßig aber nur unwesentlich teurer, wenn man eine vergleichbare Konfiguration wählt. Angenommen, man gönnt sich bei beiden Fahrzeugen die Ausstattungslinie Performance so kommt man mit „dem Großen“ laut WLTP nur 50km weniger weit und 0,3 Sekunden langsamer von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Pedal durchdrücken, 3,7 Sekunden warten und siehe da – die 100er Marke ist geknackt. Ein brutaler Wert!

Das empfohlene Performance-Paket beinhaltet für den Basis-Preis von 69.000 Euro, neben dem brachialen Beschleunigungswert, 21 Zoll Alufelgen, Performance-Bremsen, einen lässigen Karbon-Heckspoiler, eine Tieferlegung und Leichtmetallpedale, was für den Aufpreis gegenüber der Basisvariante von 6.000 Euro ein fairer Deal ist.

Unabhängig davon, ob man sich ein Herz fasst und zur Performance greift, hat man die Möglichkeit eine Anhängerkupplung für 1.050, zwei extra Sitze für 3.200 oder den, in Österreich bis auf Weiteres wohl eher unnötigen, Autopiloten für 6.800 Euro dazu zu bestellen. Bedient man sich zusätzlich dazu an der teuersten Sonderlackierung, kann man mit 83.130 Euro den wohl teuersten Onlinekauf seines Lebens tätigen.

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