Fitness-Check für den Akku

Fitness-Check für den Akku

Ein Elektroauto gebraucht kaufen? Ein Gedanke, mit dem so Mancher angesichts stolzer Neuwagenpreise bei Stromern durchaus spielen könnte. Das Problem dabei: Es gibt bis dato praktisch keinen Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos. Einerseits, weil schlicht noch nicht genug neue Autos verkauft wurden, andererseits, weil der ungewisse Zustand des Akkus ein nicht kalkulierbares Risiko darstellt. Immerhin kann die Batterie bis zu 50 Prozent des Fahrzeugwerts ausmachen. Ihr Zustand ist daher für die Ermittlung eines marktgerechten Restwerts entscheidend. Und wer will schon um immer noch teures Geld ein gebrauchtes Elektroauto kaufen, das wenig später wegen Akkuschwäche den Geist aufgibt?

Häufiges Laden mit hoher Leistung kann den Akku schneller altern lassen.

Österreichisches Startup hat die Lösung

Eine Entwicklung eines österreichischen Startups könnte dieses Problem jetzt für immer lösen: Die Firma AVILOO aus Wiener Neudorf hat als weltweit erstes Unternehmen ein herstellerunabhängiges Diagnoseverfahren für Antriebsbatterien in Elektro- und PlugIn-Hybrid-Fahrzeugen entwickelt. „Traktionsbatterien sind chemische Energiespeicher, die durch Belastung einem natürlichen Alterungsprozess unterliegen und mit der Zeit ihre Speicherfähigkeit verlieren. Ebenso kann das Nutzungsverhalten wie zum Beispiel ein permanenter Bleifuß, oder häufiges Laden mit hohen Ladeleistungen zu schnellerer Alterung der Batterie in E-Autos führen,“ betont Nikolaus Mayerhofer, technischer Geschäftsführer von AVILOO.

Der ÖAMTC bietet seinen Mitgliedern diesen Akkucheck ab sofort an ausgewählten Stützpunkten an. Schon sehr früh war man sich dort der Tatsache bewusst, dass eine objektive und unabhängige Prüfung der Antriebsbatterien für den Wiederverkauf von E-Fahrzeugen das Um und Auf ist. „Auf der Suche nach einer geeigneten Diagnosemöglichkeit haben wir uns an bereits etablierte Unternehmen gewandt, jedoch war das Thema für diese zu komplex“, sagt ÖAMTC e-Mobility Experte Christian Klejna. „Mit AVILOO wurde ein Partner gefunden, den wir von Beginn an begleiten. Durch unsere langjährige Erfahrung konnten wir wertvolle Insights aus der Praxis liefern und nun gemeinsam das innovative Diagnosesystem am Markt einführen.“

Der ÖAMTC bietet den Akku-Check seinen Mitgliedern um 180 Euro an.

Test beim ÖAMTC kostet 180 Euro

Die Akku-Überprüfung durch AVILOO erfolgt datenbasiert, die Batterie muss für den Test nicht ausgebaut werden.  Alles was man für den Testvorgang benötigt ist die AVILOO Box, die an einer Schnittstelle im Auto angesteckt wird. „An ausgewählten ÖAMTC Stützpunkten wird der Test im System angelegt und die AVILOO Box von einem ÖAMTC Techniker fachgerecht im Auto angebracht. Das Mitglied erhält einen Link auf sein Handy und wird dadurch Punkt für Punkt durch den Test geleitet“, erklärt AVILOO-Chef Wolfgang Berger. „Das Prüfergebnis wird in einer Prozentangabe angegeben und zeigt wie weit die Antriebsbatterie gealtert ist. Im Zuge der Übergabe des Prüfzertifikats wird den Mitgliedern am ÖAMTC Stützpunkt das Ergebnis ausführlich erklärt“, beschreibt ÖAMTC-Cheftechniker Thomas Hametner den Überprüfungs-Vorgang. „Der Preis für Test und Zertifikat beträgt 180 Euro inkl. MwSt. – eine gute Investition, wenn man bedenkt, wie wichtig die Information zum Zustand der Batterie für den Fahrzeugwert ist.“

Fotoquelle: ÖAMTC, Volvo, Nissan

Schreibe einen Kommentar

powered by