Elektro muss nicht teuer sein

Elektro muss nicht teuer sein

Eines der am häufigsten genannten Argumente gegen den Kauf eines Elektroautos lautete bisher: zu teuer! Und tatsächlich – Schnäppchen sind unter den aktuell am Markt erhältlichen Stromern nicht wirklich zu finden. Doch nun tritt eine rumänische Automarke an, das zu ändern. Passenderweise zu Frühlingsbeginn präsentierte die Renault-Tochter Dacia ihren ersten Elektriker namens Spring. Da haben die Marketingleute wieder mal ganze Arbeit geleistet!

Dacia will auch am Elektro-Sektor mit Kampfpreisen punkten.

Dacia ist als Preisbrecher ja hinlänglich bekannt, der kompakte Sandero etwa fährt seit jeher deutlich unter der 10.000-Euro-Marke durch. Dieses Diskont-Image wollen die Rumänen nun auch in die Elektrowelt transferieren. Der endgültige Preis für den Spring wird zwar erst zum Vorbestell-Start am 6. April bekannt gegeben. Doch ist bereits durchgesickert, dass der Einstieg rund um die 20.000 Euro liegen dürfte. Nach Abzug der Ankaufsförderung bleiben also 15.000 Euro zu berappen. Für einen viersitzigen Stromer mehr als ok.

Schaut aus wie ein SUV, ist aber eher ein kompakter Stadtspezialist.

Zur Einordnung: der Spring kommt daher wie ein SUV, mit seinen 15 Zentimetern Bodenfreiheit, den Seitenschwellern und dem Unterfahrschutz. Allradantrieb bringt er aber keinen mit. Nicht zuletzt deshalb ist er eher ein praktischer Kompakter für die Stadt. Macht aber nichts, der Fünftürer sieht knackig aus und weiß trotz kompakter Außenmaße (3,73 Meter lang, 1,62 Meter breit) mit einem großzügigen Innenraum-Angebot zu überzeugen. 300 Liter fasst der Kofferraum mindestens, bis zu 600 bei umgelegter Rückbank.

Der Spring kann auf mehrere Arten geladen werden - auch ganz flott mit 30 kW-Gleichstrom.

Beim Antrieb peilt Dacia keine Höchstleistungen an. Böse Zungen könnten behaupten, dass sich hier der Kampfpreis am deutlichsten bemerkbar macht: Der Elektromotor des Spring leistet bescheidene 33 kW/45 PS und mobilisiert ein maximales Drehmoment von 125 Nm. Nein, das reißt uns jetzt nicht vom Hocker – aber für ein ausgewiesenes City-Car reichts.  Und der Spring soll ja vor allem mit Effizienz und Wirtschaftlichkeit punkten, wie seitens des Herstellers betont wird. Die Batterie mit einer Kapazität von 27,4 kWh erlaubt eine Reichweite im WLTP-Testzyklus von bis zu 230 Kilometern. In der Stadt soll sie sogar 305 Kilometer betragen. Wie das geht? Nun, dafür sorgt ein spezieller ECO-Modus, der die Leistung noch weiter begrenzt – auf 23 kW/31 PS. Die Höchstgeschwindigkeit sinkt zugunsten der Reichweite von normalerweise 125 auf 100 km/h. Und wie schaut‘s mit den Lademöglichkeiten aus? Der Spring kann entweder an der Haushaltssteckdose, über eine Wallbox oder optional über eine Gleichstrom-Ladestation mit 30 kW aufgeladen werden. Die Ladezeit reicht je nach Methode von rund einer Stunde bis 14 Stunden. Auf den Lithium-Ionen-Akku gewährt Dacia acht Jahre Garantie (oder 120.000 Kilometer).

Gar nicht übel ausgestattet, der Spring. Das Multimediasystem samt Navi und 7-Zoll-Bildschirm kostet aber extra.

Ach ja, erwähnenswert ist noch die praktische „MY Dacia“-App. Sie zeigt die verbleibende Batteriekapazität und die reale Restreichweite an. Darüber hinaus lassen sich via Smartphone die Vorklimatisierung aktivieren und das Elektroauto lokalisieren. Sobald der Spring an eine Ladestation angeschlossen ist, informiert MY Dacia über den Ladestand und ermöglicht Start und Stopp des Ladevorgangs. Clever!

Fotoquelle: Dacia

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